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BISS - Bürger in sozialen Schwierigkeiten

 

BISS - Bürger in sozialen SchwierigkeitenEine Münchner Erfolgsgeschichte

Die älteste deutsche Straßenzeitung gibt Obdachlosen eine neue Perspektive

 BISS (Bürger in sozialen Schwierigkeiten) ist nicht nur die älteste deutsche Straßenzeitung, sondern mit einer monatlich verkauften Auflage von 38.000 Exemplaren auch eine der erfolgreichsten. Seit 1993 leistet BISS Hilfe zur Selbsthilfe, denn das Blatt wird auf der Straße hauptsächlich von Menschen verkauft, die obdachlos sind oder es waren. Vom Verkaufspreis, 1,80 Euro, behält der Verkäufer 90 Cent. Zirka 100 Verkäufer bringen die Zeitschrift an die Leserinnen und Leser.

Ein wichtiges Ziel von BISS ist es, für die Verkäufer, die außerhalb des Projekts keine Arbeit finden, unbefristete sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen. Derzeit sind 32 BISS-Verkäufer fest angestellt. Denn nur so können sie aus dem Teufelskreis der Arbeits- und Wohnungslosigkeit ausbrechen, sich gesundheitlich und finanziell sanieren und wieder gesellschaftlich integriert werden.

Über den Verkauf der Zeitschrift erhält der Verkäufer die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich so ein tragfähiges soziales Umfeld zu schaffen. Die mit professionellem Anspruch gemachte Zeitschrift stellt existenzielle Themen in den Mittelpunkt und gibt den Betroffenen Raum für eigene Artikel. So entsteht ein Produkt, mit dem sich die Verkäufer identifizieren können und das den Lesern neue Blickwinkel aufzeigt. Die seriöse Zeitschrift, die die Glaubwürdigkeit des Projekts widerspiegelt, versteht sich als Lobby für Bürger in sozialen Schwierigkeiten. Sie weckt das öffentliche Interesse an Themen wie Armut und Obdachlosigkeit und bietet den Lesern auch konkrete Möglichkeiten zu einem finanziellen Engagement.

Es ist beispielsweise gelungen, durch das BISS-Patenschaftsmodell den Teil des Gehaltes, den angestellte BISS-Verkäufer nicht selbst erwirtschaften können, durch Patenschaften zu ergänzen. BISS hat einen starken Rückhalt in allen Bereichen der Gesellschaft, denn jeder weiß: Was für Menschen in sozialen Schwierigkeiten gespendet wird, wird auch für sie ausgegeben, beispielsweise für Zuzahlung zur Zahnsanierung, zur Wohnungseinrichtung oder zur Entschuldung. BISS verwendet keine Spendengelder für die Herstellung der Zeitschrift und den laufenden Betrieb. Diese Kosten werden durch den Zeitungs- und Anzeigenverkauf selbst erwirtschaftet. Einnahmen und Ausgaben werden regelmäßig in der BISS veröffentlicht. Das schafft motivierte Verkäufer und verlässliche Freunde und Gönner – beides wichtige Voraussetzungen für eine kontinuierliche, erfolgreiche Arbeit.

Link zu BISS: http://www.biss-magazin.de/

 
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